Installations- und Betriebsbedingungen für Software/Hardware
Um einen möglichst störungsfreien Betrieb Ihrer Apotheken-EDV zu ermöglichen, sind diese Installations- und Betriebsbedingungen
sorgfältig zu beachten. Bei Mißachtung dieser Bedingungen können Ihnen erfahrungsgemäß hohe Kosten entstehen. Dies wollen
wir vermeiden !
Bildschirmschoner/Energiesparfunktionen: Bildschirmschoner können zu Störungen führen. Allenfalls ist blanc screen (Muster: kein) zu verwenden. Die
Installation eines Bildschirmschoners geschieht auf eigene Gefahr.
Energiesparfunktionen schalten z.B. automatisch nach eingestellter Zeit Festplatten und andere Hardwarekomponenten ab und dürfen nicht aktiviert
sein.
Fax-Software: Die Installation von Fax-Software geschieht auf eigene Gefahr des Kunden, Die Gefahr ist deswegen immer gegeben, weil derartige Programme Ressourcen
blockieren können, die dann für den sicheren Betrieb der Apotheken-Software nicht mehr zur Verfügung stehen.
Hintergrundbilder:Hintergrundbilder belegen permanent Speicherplatz in Größe der BMP-Datei und mindern somit nur die Rechnerleistung.
Hardware: Hardware und Software ihres Systems sind aufeinander abgestimmt. Eigenmächtige Änderungen ohne konkrete Sachkenntnis können in
Windows-/Netzwerksystemen gravierende Fehlfunktionen bei der vollen Funktionsfähigkeit der individuell konfigurierten Apothekensoftware hervorrufen, und sogar zu Hardware-defekten (z.B. an Monitoren) führen. Es werden nur PC ab Pentium III mit mindestens 64MB
RAM, über 20 GB HDD und CD-ROM akzeptiert. Betriebssystem Windows 7, Windows Vista, Windows XP professional
Switch/Hub: Der Netzwerk-Switch, Switch mit DSL-Router bzw. Hub muß mit einer USV abgesichert sein.
Kabel: Verdeckte Einbauten bzw. Kabelverlegungen obliegen dem Kunden, insbesondere Leerrohre und Bohrungen. In Leerrohren und Kabelkanälen
dürfen neben den Netzwerkkabeln keine Stromkabel laufen. Kabelkanäle dürfen nicht aus Metall sein. Für
100Mbit-SSTP-Verkabelung sind mindestens die Bestimmungen CAT.5 einzuhalten. Kabel dürfen keinesfalls unter Zug stehen. Wenn an Netzwerkkabeln
gezogen wird, können die Kontakte gestört/unterbrochen werden. Die 240V-Elektroinstallation muß den VDE-Bestimmungen entsprechen. (siehe auch Netzwerk) Am
EDV-Stromkreis dürfen keine Neonröhren, Halogentrafos oder gar Kühlschränke angeschlossen sein, weil diese nicht zu tolerierende Stromstörungen provozieren.
Monitor/TFT: In Windows-Systemen ist die Graphikkarte und der Monitor registriert. Wenn später ein anderer Monitor nicht fachgerecht angeschlossen wird,
droht Schaden am Monitor. Der Ersatzmonitor darf keinesfalls weniger leistungsfähig als der Original-Monitor sein und muß unbedingt die bei der Graphikkarte eingestellte Frequenz aushalten. Andernfalls droht Totalschaden.
Netzwerk: Aus heutiger Sicht sollten Apotheken-Systeme, die mehr als zwei Computer umfassen, wie folgt vernetzt sein:
- Switch bzw. DSL-Router mit Switch
- Sternförmige Verkabelung mit SSTP-Kabeln (CAT5): Switch zu Server / Switch zu jeder Workstation
- 100Mbit-PCI Netzwerkkarten mit TCP/IP-Protololl
- Absicherung des Switch mit USV (siehe USV)
- möglichst dedizierter Server (=nicht gleichzeitig Arbeitsplatz) mit Linux oder Windows Professional 2000
- Pervasive SQL Serverengine
ISDN-Karte: Die Siemens-Surf ist ausdrücklich nicht freigegeben. C&M empfiehlt die AVM-Fritzcard bzw. AVM B1. Um Störungen zu vermeiden ist es
zwingend notwendig, die ISDN-Karte nicht an der evtl. vorhandenen Telefonanlage sondern
direkt am NTBA der Telekom anzuschließen.
Jedes speicherredidente Programm, das die ISDN-Karte anspricht, kann zu Sörungen, insbesondere bei DAFÜ mit dem PHAGRO, Mailbox-Abruf und
Fernwartung führen. Folglich sind derartige Programme wie z.B. der "Speed-Manager" von T-Online zu deaktivieren. Die
Benutzungsmöglichkeiten von Fax-Programmen kann ebenfalls zu Beeinträchtigungen im Apotheken-Computersystem führen.
Reinigung der Geräte: EDV-Geräte sind sauberzuhalten. Dazu gehört insbesondere das Entfernen von angesetztem Staub (insbesondere Netzteil-Lüfter,
Lüftungs-Löcher/-Schlitze, Druckwerke, Disketten-Laufwerke). Drucker sollten auf störende Fremdkörper (z.B. Büroklammern,
Papier, Klebeetiketten) untersucht werden. Angetrocknete/ausgetretene Tinte ist sofort zu entfernen. Bei der Reinigung darf nicht an Kabeln gezogen werden. Kabelanschlüsse sind ggf. vor der Reinigung zu markieren bzw. festzuschrauben,
um einer unbeabsichtigten Verwechslung von Anschlüssen/Kabeln vorzubeugen.
USV: Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) schützt den Server vor Überspannungen und den diversen
täglichen Störungen im öffentlichen Stromnetz, die Hardware/Daten beschädigen können. Sie bietet eine gewisse Zeit lang
Batteriestrom bei Stromausfall. Der Zustand der Akkus ist regelmäßig zu überprüfen.
Der Betrieb des Servers ohne USV ist Leichtsinn ! Schäden, die durch Stromstörungen auftreten, liegen
außerhalb jeglicher Gewährleistung. An der Computer-USV dürfen keinesfalls Laser-Drucker angeschlossen werden.
Software: WORD darf nicht mit der automatischen Indexerstellung installiert sein, da diese den PC unnötig belastet.
Anti-Viren-Programmedürfen
ggf. nur aus dem Startmenü aufgerufen werden, dürfen nicht permanent im Hintergrund laufen.
Anti-Dialer-Programme (zur Verhinderung
von 0190-Einwahl) beeinträchtigen evtl. die Kommunikation mit den seriellen Schnittstellen und dürfen daher keinesfalls an DAFÜ- oder
Kassen-PC mit seriellen Kassendruckern installiert sein. Die von CARE installierte Apotheken-Software ist bei Installation auf die gegebene Hardware-Umgebung abgestimmt. Eigenmächtige Änderungen ohne fundierte Sachkenntnis können in
Windows-/Netzwerk-Systemen gravierende Fehlfunktionen der individuell konfigurierten Apothekensoftware hervorrufen. Insbesondere dürfen
keinesfalls die unbedingt notwendigen Datenfernübertragungs-Funktionen (Dafü mit dem PHAGRO, Mailbox-Betrieb und
Fernwartungs-Möglichkeit) beeinträchtigt werden. Das Programm "
Speed-Manager" (t-online) darf nicht auf einem PC, der
DAFÜ über die ISDN-Karte macht, installiert sein.
Telefon/DAFÜ: Der Telefonanschluß für die PHAGRO-DAFÜ muß der DATEG-Norm entsprechen, d.h. ungeteilte Rufnummer und
originärer Amtston (keine Erdtaste zur Amtsholung!). In maximal 1 Meter Entfernung vom DAFÜ-PC muß eine TAE-Dose (NFN) vorhanden
sein. Hieran wird die PHAGRO-DAFÜ und ein Modem für Mailbox-Download/Fernwartung (falls keine ISDN-Karte möglich ist) angeschlossen.
Wichtiger Hinweis:
Diese Installations- und Betriebsbedingungen (Stand: 02.09.02) ergänzen die Ihnen bekannten, verhandelten Allgemeinen Geschäftsbedingungen
der CARE. Fragen dazu bitte ggf. als Fax an CARE richten.
Windows 7, Windows Vista, Windows XP professional, Windows 2000, Windows95, Windows98 und WindowsNT sind eingetragene Warenzeichen
der Microsoft Corporation. Microsoft hat im Juli 2002 bekanntgegeben, daß für Microsoft-Betriebssysteme vor dem Jahr 2.000 nicht mehr
weiter gepflegt (supported) werden. Das zu Problemen bei Gerätetreibern etc. führen, wenn z.B. in Systemen mit Windows 95, Windows 98 oder
Windows NT Hardware auszuwechseln ist. Abhilfe könnten dann ggf. nur noch Treiber der Hardware-Hersteller schaffen.